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ÖDP vor Ministerpräsidenten-Konferenz - Mehr Freiraum für Kinder und Jugendliche

Expertenkreis in der Partei für Öffnung von Grundschulen mit Hygienekonzept

„Nehmt endlich Kinder und Familien stärker in den Blick“, das fordert der ÖDP-Bundesvorsitzende Christian Rechholz vor der heutigen Besprechung der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Die Alarmsignale mehren sich, Home-Schooling und Kontaktverbot machen unsere Kinder krank und die Bildungsungerechtigkeit in diesem Lande verschärft sich massiv“, betont Rechholz, der selbst Lehrer ist. Das Jugendamt Bayreuth hat festgestellt, dass Distanzunterricht und Home-Schooling die Kluft zwischen schlechten und guten Schülern immer weiter aufreißt. „Das wirkt ein Leben lang nach“, warnt der ÖDP-Vorsitzende eindringlich.

In prekären Familienverhältnissen wollen immer mehr Kinder Selbstmord begehen und müssen in Kliniken eingewiesen werden, heißt es beim Sozialreferat der Stadt München. Die Weltgesundheitsorganisation WHO spricht zudem davon, dass die Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung Gewaltausbrüche in den Familien um bis zu 50 Prozent erhöht haben. Das ist auch eine Folge eingeschränkter Besuche der Sozialarbeiter. Die Kinder- und Jugendpsychiatrie in München-Schwabing berichtet von einer nie zuvor festgestellten Häufung von Essstörungen.
Die Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf hat in einer Studie nachgewiesen, dass sich die psychischen Auffälligkeiten bei Kindern seit der Pandemie verdoppelt haben.


Fest steht, Kinder sind nur äußerst selten von schweren Infektionen mit Sars-CoV-2 betroffen, sie geben das Virus auch nur sehr selten weiter. Die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie hält Schulöffnungen für richtig und fordert: „Der Erhalt des Betriebs von Gemeinschaftseinrichtungen für Kinder und Jugendliche muss die höchste Priorität haben und kann unter den beschriebenen Voraussetzungen mit einem ausreichenden Maß an Sicherheit und Nachhaltigkeit umgesetzt werden.“

„Ich trete daher für Schulöffnungen, vorläufig bis zur 6. Klasse ein“, unterstreicht Rechholz. „Bei entsprechenden Distanz- und Hygienekonzepten.“ In vielen Schulen gab es schon vor Corona weder Seife noch Warmwasser auf den Toiletten. Diese müssen jetzt schleunigst modernisiert werden. Das Lehrpersonal sollte sich freiwillig und kostenlos impfen und testen lassen können. Auch täglich kostenlose Schutzmasken für Lehrer empfiehlt der ÖDP-Corona-Beirat. Ein Problem sieht die ÖDP bei den Schulbussen und Nahverkehrsbetrieben, hier haben manche Kommunen das Angebot sogar ausgedünnt statt verstärkt.

Die ÖDP bekennt sich zum Schutz der Familien und fordert, diese zu entlasten. Kinder brauchen persönliche soziale Kontakte statt digitaler Konferenzen. In den Grundschulen können die Kleinen das Sprechen, den Umgang mit Anderen und mit deren Gefühlen unter Masken nicht lernen. Die Pflicht dazu ist in der Grundschule unverhältnismäßig und beeinträchtigt Seh- und Hörgeschädigte ganz besonders.

Die ÖDP grenzt sich scharf von Verschwörungstheorien und Corona-Leugnern ab und fordert eine evidenzbasierte Politik. Hierzu hat der Bundesvorstand einen Wissenschaftsbeirat berufen, dessen Ergebnisse er zur Entscheidungsgrundlage macht. „Es müssen wirksame Maßnahmen getroffen werden, um die Pandemie zu bekämpfen. Aber die richtigen und zielführenden“, betont der ÖDP-Bundesvorsitzende Christian Rechholz. „Dabei dürfen wir auch nicht die starken Nebenwirkungen der Therapie aus dem Blick verlieren. Wir wollen verantwortungsbewusste Politik.“

Foto: Pixabay


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