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Atombombe Klima

Neigen Naturwissenschaftler, gar Nobelpreisträger zur unsachlichen Übertreibung? Wohl kaum. Es eilt ihnen vielmehr der Ruf nüchterner Faktenbezogenheit voraus. Wenn jetzt die in Mainau zur traditionellen Tagung versammelten Nobelpreisträger ein Manifest zur Klimaveränderung veröffentlicht haben und dabei ganz bewusst eine Parallele zur Bedrohung der Menschheit durch die Existenz von Atomwaffen ziehen, dann sollte ein solcher Alarmruf der naturwissenschaftlichen Elite eigentlich nicht nur die letzten Zweifler überzeugen sondern vor allem auch die vielen gleichgültigen Zeitgenossen in Unruhe versetzen. Es steht aber zu befürchten, dass vor allem diejenigen, die sich gerne zur Schicht der „Entscheider“ zählen, weiterhin damit beschäftigt sind, sich um das bedrohlich schwankende Finanzsystem zu kümmern. Dass ein weit wichtigeres System vor dem Zusammenbruch steht – darauf haben die Nobelpreisträger hingewiesen. In vielleicht 200 Jahren wird sich die Geschichtswissenschaft nur sehr am Rande mit "Grexit" und "Brexit" befassen. Womöglich wird man aber unser Jahrzehnt als eines derjenigen beschreiben, in dem in letzter Minute noch die rettenden Entscheidungen getroffen wurden. Hoffentlich. 


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